„Dausend schöne Saache
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KSTA – Mittwoch, 30. November 2011


Dausend schöne Saache“ für den Opa Jean Jülich


GEDENKFEIER Zum ersten Mal in ihrem Leben trat Ines Rademacher, 14-jährige Enkelin von Jean Jülich, vor großem Publikum auf.

Begleitet von der Gruppe De Familich sang sie für ihren Opa das Lied „Dausend schöne Saache“.

Es war ein heiterer und bewegender Abend – mit humorvollen und ernsten Tönen, der Jean Jülich gefallen hätte.

Getreu dem Motto „Kriesche un laache“ gedachten rund 700 Besucher des ehemaligen Edelweißpiraten und kölschen Originals, das am 19. Oktober im Alter von 82 Jahren gestorben war.

Danke Schang!“ war das knapp fünfstündige Programm in der Mülheimer Stadthalle überschrieben, und alle Künstler huldigten Jülich auf spezielle Weise.

Den Anfang machte Ludwig Sebus, der dem alten Weggefährten ein Ständchen brachte und gleichzeitig dessen Ehefrau Karin Jülich in der ersten Reihe Trost spendete:

Er war ein Charmeur und großer Macher.“

Rolly Brings sprach vielen aus dem Herzen mit dem Satz „So richtig kapiert haben wir’s noch nicht, dass er weg ist“ – und als er vehement kritisierte, dass die Stadt Jean Jülich nicht zum Ehrenbürger ernannt hat, erhoben sich alle von den Plätzen.

Das Besondere an diesem kölschen Abend, von „Kölner Stadt-Anzeiger“-Redakteur Helmut Frangenberg locker moderiert, war die bunte Mischung:

Hier Rolly Brings mit Bänd und seinen Söhnen Stephan und Benjamin plus Kai Engel („Kölle, du bes bunt“), Ex-Prinz Wicky Junggeburth („Rötsch mer jet, Angenies“) und dort die umjubelte Kindertanztruppe Jan von Werth.

Bewegend der Auftritt von vier Bläck Fööss, die das Lied „En unserem Veedel“ anstimmten (Hartmut Priess: „Das ist Jülich auf den Leib geschrieben“) und eindringlich die Erinnerungen des Autors Peter Finkelgrün, der Jülich 1984 in seiner früheren Wohnung in Jerusalem getroffen hatte:

Gegenüber liegt die Gedenkstätte Yad Vashem – in der Jean Jülich als ’Gerechter unter den Völkern’ geehrt wurde.“

Er sei ein „Vorbild für Generationen“, lobte Markus Reinhardt und spielte auf seiner Geige „Och, wat wor dat fröher schön doch en Colonia“.

Mitreißend der Auftritt von De Familich und schön die Darbietungen von Memoria, den Rheinbündischen, den Brausen, La Papa Verde, Schlagsaite und den Holunder Singers.

Der Erlös fließt ins Edelweißpiratengfestival.

(jb)

 

 

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